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<title>Megabyzos II.</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Megabyzos II.</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Megabyzos</b> (<a href="Altpersische_Sprache" title="Altpersische Sprache">altpersisch</a> <i>Baghabuxša</i>, <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Μεγάβυζος</span>; * um 516 v. Chr.; † um 440 v. Chr.), Sohn des <a href="Zopyros_I." title="Zopyros I.">Zopyros</a>, war ein persischer Adliger und Feldherr im Großreich der <a href="Ach%C3%A4meniden" class="mw-redirect" title="Achämeniden">Achämeniden</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Nach <a href="Ktesias_von_Knidos" title="Ktesias von Knidos">Ktesias</a> nahm Megabyzos im Jahr 484 v. Chr. das rebellierende <a href="Babylon" title="Babylon">Babylon</a> ein, das sich nach dem Herrschaftsantritt des <a href="Xerxes_I." title="Xerxes I.">Xerxes I.</a> vom persischen Reich lossagen wollte. Diese Episode und die List, mit der er die Stadt eingenommen haben soll, hatte Ktesias allerdings aus der Überlieferung des <a href="Herodot" title="Herodot">Herodot</a> übernommen, von dem sie wiederum dem Zopyros in einem anderen zeitlichen Kontext zugeschrieben wurde.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Megabyzos war mit der Prinzessin Amytis verheiratet, einer Tochter des Xerxes I., und begleitete seinen Schwiegervater als Befehlshaber eines eigenen Heeresverbandes auf den Griechenlandfeldzug.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei verweigerte er 479 v. Chr. den königlichen Befehl, das Apollonheiligtum von <a href="Delphi" title="Delphi">Delphi</a> zu zerstören.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Anschluss an den Feldzug wurde Megabyzos zum Statthalter (<a href="Satrap" title="Satrap">Satrap</a>) von <a href="Satrapie_Ebirnari" class="mw-redirect" title="Satrapie Ebirnari">Syrien</a> ernannt. Bei seinem Schwiegervater musste er zudem um Unterstützung zur Bewältigung seiner Ehekrise ersuchen, denn Amytis stand im Ruf, ein reges außereheliches Sexualleben zu führen. Nach einer Ermahnung des Großkönigs musste sie Besonnenheit geloben. Nach dem gewaltsamen Tod des Xerxes I. 465 v. Chr. versuchte dessen Mörder, <a href="Artabanos_(Sohn_des_Artasyras)" title="Artabanos (Sohn des Artasyras)">Artabanos</a>, auch gegen den neuen Großkönig, <a href="Artaxerxes_I." title="Artaxerxes I.">Artaxerxes I.</a>, ein Komplott zu schmieden, und spannte dazu Megabyzos ein. Der aber verriet die Verschwörung rechtzeitig, worauf Artabanos sein Ende fand.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Machtantritt des Artaxerxes I. brachen in peripheren Teilen des Perserreiches Aufstände aus. In <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> revoltierte das Volk unter <a href="Inaros_II." title="Inaros II.">Inaros</a>, unterstützt durch griechische Söldner aus <a href="Athen" title="Athen">Athen</a>, wobei Prinz <a href="Achaimenes_(Satrap)" title="Achaimenes (Satrap)">Achaimenes</a>, Statthalter des Landes und Bruder des neuen Großkönigs, getötet wurde. Erst 456 v. Chr. wurde Megabyzos zusammen mit <a href="Artabazos_I." title="Artabazos I.">Artabazos</a> nach Ägypten gesandt, um die Revolte niederzuschlagen. Mit einem großen Heer entsetzte er erfolgreich <a href="Memphis_(%C3%84gypten)" title="Memphis (Ägypten)">Memphis</a>, das all die Jahre über einer Belagerung des Inaros standgehalten hatte.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach <a href="Thukydides" title="Thukydides">Thukydides</a> flohen die Aufständischen darauf auf die Insel <a href="Prosopitis" title="Prosopitis">Prosopitis</a> im <a href="Nildelta" title="Nildelta">Nildelta</a>, wo Megabyzos sie die folgenden eineinhalb Jahre belagerte, bis er im Frühjahr 454 v. Chr. den blockierenden Nilarm umleiten ließ und so mit seinem Heer die Insel angreifen und die letzten Rebellen besiegen konnte.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Ktesias hingegen waren die Rebellen in die Stadt Byblos geflohen, wo sie schließlich endgültig besiegt werden konnten. Megabyzos nahm Inaros gefangen, gab diesem aber sein Wort, sein Leben zu schonen. Fünf Jahre später aber übte die Königinmutter <a href="Amestris" title="Amestris">Amestris</a> Vergeltung für ihren getöteten Sohn und erwirkte die <a href="Kreuzigung" title="Kreuzigung">Kreuzigung</a> des Inaros, was zu einer Entfremdung des Megabyzos zum königlichen Hof führte.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Jahren 449/448 v. Chr. führte er erneut in Kooperation mit Artabazos den Krieg gegen Athen weiter und brachte dabei <a href="Zypern" title="Zypern">Zypern</a> unter persische Kontrolle. Seine anschließenden diplomatischen Anstrengungen führten zum so genannten <a href="Kalliasfrieden" title="Kalliasfrieden">Kalliasfrieden</a> mit Athen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den folgenden Jahren führte Megabyzos einen Privatkrieg gegen Großkönig Artaxerxes I., siegte dabei gegen zwei königliche Heere, worauf er vom Großkönig wieder in Gnade am königlichen Hof aufgenommen wurde.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei war Megabyzos der erste persische Heerführer, der sich bei seinem Aufstand griechischer Söldner bediente, eine Praxis, die im weiteren geschichtlichen Verlauf des Perserreichs Schule machte. Trotz der Versöhnung kam es bald zum erneuten Zerwürfnis, als Megabyzos bei einer Jagd dem König das Leben rettete, indem er den Löwen, der den König bedrohte, mit seinem Speer tötete. Trotz seines Einsatzes zog sich Megabyzos damit erneut den Zorn des Königs auf sich, da diesem der erste Speerwurf auf einer Jagd zustand. Er entging der vom König geforderten Enthauptung nur durch die Fürsprache seiner Frau und Schwiegermutter, wurde aber in eine Stadt am <a href="Persischer_Golf" title="Persischer Golf">persischen Golf</a> verbannt. Erst fünf Jahre später konnte er an den Hof zurückkehren und starb wenig später im Alter von sechsundsiebzig Jahren.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Megabyzos hatte zwei Söhne, <a href="Zopyros_II." title="Zopyros II.">Zopyros</a> und Artyphios.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblink">Weblink</h2></div>
<ul><li>Jona Lendering: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.livius.org/articles/person/megabyzus-2/"><i>Megabyzus (2).</i></a> In: <i><a href="Livius.org" title="Livius.org">Livius.org</a></i> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot 3.160</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, <a href="FGrH" class="mw-redirect" title="FGrH">FGrH</a> 688 F13 §26</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Herodot 7.82</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §31</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §33</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §37; nach ihm war das Heer 200.000 Mann stark.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Thukydides 1.109</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §38–39</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Diodor" title="Diodor">Diodor</a> 12.3</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §40; <a href="Dinon_von_Kolophon" title="Dinon von Kolophon">Dinon</a> FGrH 690 F29 §21–23</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Ktesias, <i>Persika</i>, FGrH 688 F14 §43</span>
</li>
</ol>
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